Direkt vor der Kaffepause stand ein längerer Vortrag von Viola Dioszeghy-Krauß mit dem etwas sperrigen Titel “Ein langer, langweiliger wissenschaftlicher Vortrag, fast völlig ohne pompöse Phänomene, irrwitzige Ideen und fast ohne jedes Infotainment” (sic) an. Schnell stellte sich heraus, daß sich dieses Jahr auch Dioszeghy-Krauß der Neffenforschung gewidmet hatte. Sie stellte die bemerkenswerte These auf, daß Donalds Neffen entgegen der bisherigen Forschung von Martin Söllig durchaus unterscheidbar sind, und zwar an ihrem unterschiedlichen Verhalten. Eine Erwiderung von Söllig zu diesem Thema ist im Rahmen des geplanten Sonderheftes “Die Neffen” bereits angekündigt…
Direkt am Anschluß an die Kaffepause referierte PaTrick Bahners in einem bemerkenswerk kurzen Vortrag über “Eine Künstlerfreundschaft” zwischen dem US-amerikanischen Comickünstler Russell Myers (Autor von “Broom Hilda”) und dem allgemein bekannten Carl Barks. Im Zuge dessen schnitt Bahners auch kritisch die Preisentwicklung von Comics, Originalzeichnungen und Gemälden an, die von Barks und Myers zu deren Nachteil zeitlebens völlig unterschätzt wurde.
Danach folgte ein großer naturwissenschaftlicher Teil, der sich mit Vorträgen von paTrick Martin, Stefan Jordan und Wilfried Tost voll der Erforschung des Kosmos widmete. Martin stellte in seinem Vortrag die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Sonnensystems und der Galaxien Entenhausens und anderen Welten vor. Jordan hingegen referierte über den Kleinplaneten “2730 Barks”, die Geschichte seiner Benennung und wie 2730 Barks eine Rolle in der Entfernungsmessung weit entfernter Sterne spielen kann. Abgerundet wurde dieser Teil von Wilfried Tost, der Hypothesen über die Leistungsfähigkeit unserer heimischen Satellitentechnik vorstellte.
Zum Schluss des Kongresses dann noch ein ganz anderer Vortrag von Martin Söllig, der anhand der Größe verschiedener Bohnensorten versuchte, auf die tatsächliche Größe der Eintenhausener Bewohner zu schliessen.
Kommen wir zur Verleihung des Professor-Püstele-Preises 2009:
Nominiert waren dieses Jahr:
- Peter Jacobsen für “Naturentfernung und Naturerfahrung in Entenhausen”
- Viola Dioszeghy-Krauß für “Frauduenz in Entenhausen”
- Jürgen Wollina für seinen “Stadtplan von Entenhausen”
Mit 85% der abgegebenen 13 Stimmen gewinnt dieses Jahr wie erwartet Jürgen Wollina den Professor-Püstele-Preis 2009. Gleichzeitig wurde er aufgrund seiner dritten Nominierung zum Ehrenmitglied der Akademie ernannt.

paTrick Martin (re.), Vorsitzender der Akademie der Wissenschaften, überreicht Jürgen Wollina den Professor-Püstele-Preis 2009
Nach pünktlichem Bericht sind in der Zwischenzeit bereits vier wissenschaftliche Vorträge weit vor dem Zeitplan beendet worden.
Wir hörten bereits Frank Werner mit einem Vortrag über den Hilfspostboten Säbelbein und ein ähnliches Denkmal in Stuttgart. Reinhard Cziske dozierte über die Liebe in Entenhausen und über die Lust und Zwänge unserer Entenhausener Gesellschaft.
In die Materie der Naturwissenschaften entführten uns Peter Jacobsen und paTrick Martin mit ihren zwei kurzen Vorträgen. Jacobsen trug über die Quantenmechanik in Entenhausen vor und stelle die provokante These auf, dass laut dem Gesetz der Quantenmechanik die Geschehnisse in unserer Heimatstadt genau deswegen so geschehen, weil ein gewisser Carl Barks die Geschehnisse gerade dann beobachtet hatte. In den Augen des Autors ist dies eine sehr gewagte These, unser Bürgermeister wird die Beeinflussung Entenhausens durch fremde Mächte sicherlich bald widerlegen. Trotzdem scheint sich Jacobsen mit seinem Vortrag beim Publikum für den Püstele-Preis 2010 empfohlen zu haben.
paTrick Martin hingegen berichtete mit der Geotechnik über weit bodenständigere Themen. Beeindruckend ist die genaue Berechnung des Gewichts des Vermögens von Dagobert Duck, dem geschätzten Herausgeber des Entenhausener Amtsblattes: Mehrere Millionen Tonnen. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Geldspeicher damit eine deutlich höhere Belastung auf das Erdreich ausübt als z.B. die Cheopspyramide. Ein weiterer Beweis für die Überlegenheit der Entenhausener Baukunst.
Nachdem die vier Vorträge bereits eine halbe Stunde vor dem Zeitplan beendet werden konnte, war kurz Zeit, die neue Onlinepräsenz des Entenhausener Amtsblattes vorzustellen, bevor es in eine kurze Pause ging. Aktuell hört der Kongress bereits wieder den Vortrag von Viola Dioszeghy-Krauß.
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